Skyline von Buenos Aires
Skyline von Buenos Aires
Buenos Aires

Die Hauptstadt Argentiniens

Buenos Aires, die Hauptstadt Argentiniens, ist eine Mischung aus Tradition und Kultur in einer enormen Metropole des 21. Jh. So groß wie Liechtenstein und mit mehr Einwohnern als ganz Nordrhein-Westfahlen ist Buenos Aires eine Stadt voller Gegensätze. Jedem Besucher bleibt es überlassen, das „Paris Südamerikas“ auf seine eigene Art und Weise kennen zu lernen. Ob Sie sich zuerst in das glitzernde Nachtleben der eitlen Argentinier stürzen oder lieber nachmittags in einem kleinen, typischen Café die Zeit genießen - mit ein wenig Tango im Hintergrund...

Sie werden sicher schnell die Eigenheiten der „Porteños“ und Ihre Lebensweise kennen lernen!

Um Buenos Aires (der Name kommt von Santa Maria del Buen Ayre, der Göttin der guten Lüfte, die der Mendoza-Expedition eine ruhige Überfahrt geschenkt hatte) mit all seinem (früheren) Glanz und seiner Geschichte zu erleben, sollten Sie als erstes die Plaza de Mayo besichtigen, wo alles begann. Die ehemaligen spanischen Kolonien erklärten hier 1816 unter der Führung von Libertador José de San Martín ihre Unabhängigkeit von der Spanischen Krone und gewannen somit endlich ihre Freiheit. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in dieser Umgebung sind das Regierungsgebäude - die Casa Rosada-, die Nationalbank und die Kathedrale. In der Avenida de Mayo befindet sich die Plaza de Mayo, Denkmal der ersten argentinischen, unabhängigen Regierung. In der Avenida 9 de Julio, einer der wichtigsten Avenidas (Alleen) von Buenos Aires befindet sich der Obelisco, das auf unzähligen Postkarten verewigte Symbol von Buenos Aires.

El Caminito - La Boca
El Caminito - La Boca
Buenos Aires ist in mehrere Stadtteile (barrios) aufgeteilt, jeder davon besitzt eine einzigartige Atmosphäre und seinen eigenen Charme. Die bunten Häuser im Barrio la Boca und der berühmte Straßenzug „El Caminito“ sind auch heute noch klassische Motive in der Welt des Tangos, der sowohl hier als auch im Barrio San Telmo nicht nur als Vorführung für Touristen getanzt wird.

La Recoleta hingegen ist ein elegantes und an Geschichte und Skulpturen reiches Viertel, mit unzähligen Cafés, Museen und schönen Ecken. Hier befindet sich auf dem Friedhof

La Recoleta eines der berühmtesten Gräber der argentinischen Geschichte: das Grab Eva „Evita“ Perons. Im Hafenviertel Puerto Madero kann man den Artdeco der heute imposant renovierten Lagerschuppen bewundern. Früher wurden hier nur Waren aufbewahrt; heute können Sie in eleganten Restaurants und Cafés die feinsten Gerichte und das beste Fleisch weltweit in einem gemütlichen Ambiente genießen.

La Recoleta
La Recoleta
Wer sich erst einmal einen groben Überblick verschaffen möchte, bevor er sich seine „Lieblingsbarrios“ noch einmal genauer ansieht, dem empfehlen wir zu Beginn seines Aufenthalts eine Stadtrundfahrt. Weiterhin zu empfehlen ist von Buenos Aires aus der Besuch des Tigre Fluß-Deltas mit einer Fahrt im „Tren de la Costa“, ein Zug entlang der Küste mit liebevoll renovierten Bahnhöfen. Ebenfalls ein eindruckvolles Erlebnis ist eine „Fiesta Gaucha“, ein Ausflug zu einer Estancia, auf der zu typisch argentinischem Speis und Trank eingeladen wird und die Gauchos ihre Traditionen und Fertigkeiten demonstrieren. Weder Asado (auf Holz gegrilltes Rindfleisch) noch Mate (teeähnliches Getränk) dürfen hierbei fehlen! Viele schöne Estancias mit interessanten Programmen für Besucher befinden sich im 120 km entfernten Gauchodorf San Antonio de Areco.

Insgesamt ist das Stadtgebiet 75 km lang und an der breitesten Stelle 40 km breit. Dennoch hat es der Tourist einfach, denn Sehenswürdigkeiten sind außerhalb des gut überschaubaren Zentrums (Grundriss 4 x 1 km zwischen La Boca und Palermo an der Hafengrenze entlang) rar. Buenos Aires hat zwei Fußgängerzonen, Florida und Lavalle, die sich kreuzen und gut als Orientierungspunkt im Zentrum dienen. Desweiteren dienen als Orientierungsachsen die breite Avenida 9 de Julio parallel zur Florida und die Avenida de Mayo parallel zur Lavalle, die beiden bekanntesten Prachtstrassen der Hauptstadt. Schließlich wäre noch die Avenida del Libertador zu nennen, die an der Plaza San Martín ihren Namen ändert und - nach Südosten hin - Avenida Alem heißt. Sie führt parallel zur Florida und zum Rio de la Plata am Hafengebiet entlang.

Obelisk
Obelisk
Wem imponente Glasbeton-Wolkenkratzer gefallen, der sollte die Avenida Alem bis zum Bahnhof Retiro durchlaufen, wo man mehrere dieser Exemplare besichtigen kann. Darunter ist auch ein Wolkenkratzer der ganz alten Schule, das Kavanagh-Hochhaus an der Plaza San Martin, das seinerzeit (1935) das höchste Südamerikas war. Die Plaza San Martín selbst ist ein für Argentinien völlig untypischer unregelmäßig geformter Platz, bei dem das Monument an den Befreier in einer Ecke steht (statt im Zentrum). Dieser Platz ist auch dank seiner schattenspendenden Bäume und der Lage an einem - im Sommer oft von Sonnenhungrigen belagerten - Hang die Insel der Ruhe des hektischen Stadtzentrums. Von hier aus zieht sich die Achse der Fußgängerzone Florida bis an die Avenida de Mayo. Sie konzentriert den Handel der Stadt, vor allem den der Edelboutiques und Nobelgeschäfte. Sehenswert ist hier das Art-Nouveau-Gebäude Centro Naval und die einmalig unübersichtliche Nobel-Shoppinggalerie Galerías Pacífico, ein neobarockes Gebäude mit aufwendigen Innenmalereien. Die zweite Fußgängerzone der Stadt ist die die Florida kreuzende Lavalle mit vielen Kinos, Galerien und Internetcafés. Die Avenida Corrientes ist Zentrum des Theater- und Nachtlebens sowie des Buchhandels. Sie kreuzt die Florida 100 m hinter der Lavalle und die breite Avenida 9 de Julio an der Plaza de la República, an der das Wahrzeichen der Stadt, der Obelisco, steht. Die Florida endet an der Avenida de Mayo, einer angenehm ruhigen von historischen Gebäuden gesäumten Strasse, wo Politiker aus aller Welt ins Zentrum trudeln.

Das sich mitten im Zentrum noch ein Viertel richtig kleinstädtischen Charakters bewahrt hat, wird den Besucher erstaunen. Wer etwa die Straße Defensa von der Av. De Mayo südwärts läuft, wird sich bald bei niedrigen neokolonialen Häusern wiederfinden, wie sie in den Kleinstädten der Pampa gang und gäbe sind. Das Stadtviertel wurde sorgfältig renoviert und ist heute eines der attraktivsten der Stadt. Antiquitätenläden und kleine Tangobars lassen sich den Besucher wie an der Jahrhundertwende fühlen. Zentrum des Viertels ist die kleine Plaza Dorrego, auf der Sonntags ein Antiquitäten-Flohmarkt stattfindet. Heute ist San Telmo das In-Viertel des Kultur- und Nachtlebens mit vielen Galerien, Bars und Discotheken.

Puerto Madero in Buenos Aires
Puerto Madero in Buenos Aires
Jenseits der Avenidas Alem und Madero, an stillgelegten Hafendocks, liegt die neueste In-Gegend des Jet-Set der Stadt: Puerto Madero, ein teures Gastronomie- und Nachtlebenviertel, das in den 90er Jahren renoviert wurde und früher ein Hafen mit Speicherstadt war (heute fahren hier nur noch wenige Fähren nach Uruguay sowie kleine Ausflugsboote ab). Hier kann man das schwimmende Casino in einem alten Dampfer bestaunen.

Das weltoffenste und kosmopolitischste Viertel ist heute die Gegend nördlich des Mikrozentrums, die sogenannte Recoleta, wo Mieten und Grundstückspreise in schwindelerregenden Höhen liegen. Hier befinden sich einige der teuersten Hotels der Stadt, mehrere teure Bars, Restaurants und Diskotheken sowie ein bekanntes Kulturzentrum. Die größte Sehenswürdigkeit ist jedoch der Friedhof: hier wurden die Reichen und Schönen des Jahrhunderts in wahren kleinen Palästen bestattet. Weiter nördlich in Palermo befindet sich eine Zone weit ausgestreckter Parks (Parque Tres de Febrero), mit zoologischem, Japanischen und Botanischem Garten sowie mit einem Planetarium. An der Nordwestecke dieses Geländes liegt die Plaza Italia, von der aus man in die größte Viehausstellung Argentiniens, die Rural, gelangen kann. Unweit des Planetariums (500m flußwärts) liegt der Aeroparque Jorge Newbery, Argentiniens wichtigste Inlandsflug – Drehscheibe mit einem sehenswerten Flugzeugmuseum. Nördlich davon liegt eine Meile von Restaurants (“Costanera Norte”) sowie ein als “Villa Cariño” bekannter Distrikt, an dem sich abends Tausende von Pärchen in ihren Autos einfinden. Auch das Nachtleben vor allem der Reichen pulsiert hier in mehreren Bars und Diskotheken direkt am Fluss. Nur unweit nördlich liegt das größte Freibad der Stadt Parque Norte.

Die Kulturszene der Hauptstadt ist die mit Abstand größte des ganzen Landes, ja, in verschiedenen Sparten nimmt sie sogar eine so dominierende Stellung ein, dass ein Künstler aus dem Landesinnern sich erst einmal in Buenos Aires einen Namen machen muss, um überhaupt national oder international erfolgreich sein zu können.

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